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Wenn dich die Lust auf Leben packt, dann öffne die Türe und tritt hinaus in die Weite der Welt…

Schneeflocken und Reisepläne…

2014-04-17 11.49.36

Uiii! Noch vor wenigen Tagen wirbelten weiße, kalte Schneeflocken durch die Luft, während ich fassungslos am Fenster stand und dem Treiben zusah. Felix allerdings hatte eine Riesenfreude mit dem Schnee in der Obersteiermark: Voller Begeisterung ist 2014-04-16 15.13.23er mit seinem Papa skigefahren und unermüdlich die Piste hinab gesaust, während ich lieber Beobachterin geblieben und spazieren gegangen bin. Als die Sonne ab und zu zwischen den grauen Wolken 2014-04-17 13.53.34hindurch blickte und die weiße Winterlandschaft in ihr warmes Licht hüllte, konnte sogar ich mich an dem idyllischen Bild erfreuen.

Trotzdem spüre ich manchmal so etwas wie eine innere Zerrissenheit: Auch wenn ich nach wie vor mit meiner Entscheidung, länger im Heimatland zu bleiben, um Ordnung zu schaffen und zur Ruhe zu kommen, zufrieden bin, wäre ich gleichzeitig gerne in einem Land mit milderem Klima. Und dann denke ich immer wieder an Luise, die in der Zwischenzeit in Frankreich angekommen ist und nette Tage zusammen mit einer Freundin in einem Yogazentrum verbringt. Das Bild, das sie mir vor einigen Tagen schickte, zeigt sie in einem ärmellosen T-Shirt… während ich mich in warme Winterkleidung hüllen musste!

2014-04-20 10.45.48Zum Glück ist es in Kritzendorf keineswegs so winterlich wie in den steirischen Bergen! Hier blüht der Flieder! So schön!

Wie sieht es mit unseren Reiseplänen aus? Ja, diese nehmen schon konkretere Formen an: Also Felix und ich werden wahrscheinlich so zwischen dem 10. und 15. Mai Richtung Norden aufbrechen und über Deutschland nach Holland fahren, wobei  wir noch gar nicht wissen, wo wir Luise treffen werden, da sie noch nicht weiß, wann sie ihr wunderschönes Plätzchen in Frankreich verlassen will. Diesmal reisen wir mit dem Auto – Klaus stellt uns freundlicher Weise seinen Citroen  zur Verfügung – und  haben ein Dachzelt dabei, in dem wir zwischendurch mal übernachten können.  Wir sind durch das Auto zwar bequemer und flexibler, aber nicht unbedingt kostengünstiger und umweltfreundlicher unterwegs. Eine Möglichkeit, um die Kosten zu senken und auch ein wenig zur Umweltfreundlichkeit beizutragen, wäre nun selbst Mitfahrgelegenheiten für andere Reisende anzubieten. Mal sehen, wie viel Platz in dem Auto bleibt, wenn es mit unseren Sachen vollgepackt ist…

 

Die letzten Monate des Reisens…

In den letzten Wochen wurden Felix und ich mit vielen Fragen konfrontiert. Jeder wollte wissen, wie das Reisen für uns ist, wo es am schönsten war u.s.w. Das haben wir zum Anlass genommen, uns selbst einige dieser Fragen zu stellen und zu beantworten.14 Fragen sind es, die heraus gekommen sind. Ihr findet sie auf einer Extraseite – bitte einfach links “Resümee” anklicken!

Chaos, Ordnung und Überfluss

2014-04-01 12.14.06Kisten und Säcke voller Kleidung, Geschirr, Bücher und allerlei Dinge, die ich damals vor meiner Abreise und 20140330_094144zwischendurch in meiner alten Gartenhütte verstaut habe, erinnerten mich in den letzten Tagen sehr intensiv an die turbulente Zeit vor meiner Abreise und an so manche tiefgehende Erlebnisse auf der Reise. Als ich vor dem undurchdringlichen Chaos stand und überlegte, ob es wohl machbar wäre, schnell einmal etwas von meinem Gewand herauszuholen, stellte ich zu meinem Bedauern fest, dass es nahezu unmöglich war, das zu finden, wonach ich suchte. Vor mir lag seit Monaten unberührt all mein Hab und Gut, das ich während meiner Reise niemals vermisst und schon gar nicht benötigt hatte. In einem einzelnen Koffer und Rucksack war doch alles untergebracht, was ich unterwegs tatsächlich benötigte. Und trotzdem verspürte ich nun das Verlangen nach einer Hose, einem T-Shirt oder einem Kleid, das ich in den letzten Monaten nicht ständig getragen hatte. Ich sehnte mich nach neuen Farben, nach Abwechslung und Frische. Ich war plötzlich nicht mehr damit zufrieden, mein Arbeitsgewand den ganzen Tag anzuhaben, sondern wollte mich nach erledigter Arbeit umziehen…

Was war plötzlich anders als auf der Reise?

Zurückgekehrt in einen ganzen normalen Alltag, holten mich auch die „alten“ Bedürfnisse und Gewohnheiten teilweise wieder ein. „Gut so!“, dachte ich mir und begann Ordnung in meinem Chaos zu schaffen. Die beiden Betten, die bisher für Sommergäste in der alten Gartenhütte gestanden hatten, wurden zu einem Bücherregal umfunktioniert, in das ich die unzähligen Bücher, die ich in den vergangenen Jahren in Kisten 20140330_094246und diversen Regalen untergebracht hatte, endlich übersichtlich einräumen konnte. Der Anblick dieses neuen Bücherregals erfüllte mich mit Freude und Stolz. Endlich hatte ich mein lang ersehntes Bücherregal!

Kiste für Kiste räumte ich aus und sortierte Sachen aus, die ich nicht mehr benötigte. Zum Glück findet dieses Wochenende ein Flohmarkt zu Gunsten der Kreamont (Montessorischule in Wördern) statt, und ich kann die nicht mehr benötigten Dinge einem guten Zweck zukommen lassen.

Siehe da! Ich bin nun nach einer ziemlich staubigen Woche des Sortierens und Räumens endlich zu 100 Prozent in Kritzendorf angekommen und nicht nur Gast in meinem alten Zuhause. Mit viel Begeisterung widme ich mich zwischendurch wieder mal meinem eigenen Garte und genieße das Gefühl, es für mich zu tun!2014-04-01 12.12.38

Bekannte und Freude fragen mich ständig, ob Felix und ich nun endgültig hier bleiben oder doch weiterreisen… Jetzt bin ich hier und widme mich noch einige Zeit meinem Chaos, begegne lieben, alt bekannten Gesichtern und schaue mal, was sich bei den Zuhausegebliebenen getan hat.

Dann – wenn Felix und mir klar geworden ist, wohin genau es uns zieht – dann werden wir unsere Koffer noch ein letztes Mal packen und unser Nomadenleben fortsetzen, um nach neuen Abenteuern und Erlebnissen ab August den Sommer in unserem geordneten Zuhause ausklingen zu lassen.

Von Marokko über Spanien nach Kritzendorf…

Unglaublich, wie viele Eindrücke in den letzten fünf Tagen auf uns einstürmten:

DSC_0867DSC_0851Zuerst eine völlig andere Welt auf dem Kontinent Afrika in Tanger, Marokko: Enge, schmutzige Gässchen, in denen man sich selbst mit dem Stadtplan ganz leicht verlaufen kann, und viele kleine Geschäfte und Marktstände prägen das Bild des alten Stadtkerns, der Medina genannt wird.

DSC_0001Dann ein wunderschöner Sonn(en)tag auf dem Strand von Tarifa. Felix und Klaus schlüpften in ihre Neoprenanzüge und wagten sich in das Meer, während ich es mir im weichen Sand gemütlich machte…

2014-03-17 10.39.36Am Tag danach schließlich eine Autofahrt nach Malaga mit einem Mini-Besuch des Zentrums. In einem kleinen Cafè genossen Felix und ich frisch gepressten Orangensaft und die für Spanien typischen Churros (ein in Fett gebackener, länglich geformter Brandteig), die wir allerdings nicht in heiße Schokolade tunkten, wie sie die Spanier besonders gerne genießen.

Nur wenige Stunden später stiegen wir dann in Wien-Schwechat aus dem Flugzeug und fuhren mit der Schnellbahn nach Wien. Ganz schön heftig! Und momentan gar nicht so leicht wirklich anzukommen… Zum Glück bleibt uns der Wetterschock erspart: Auch in Kritzendorf schien gestern die Sonne und die angenehm warme Temperatur unterscheidet sich kaum von jener in Spanien..

Mehr Bilder im Picasa-Webalbum: https://picasaweb.google.com/lh/sredir?uname=107226096421918417097&target=ALBUM&id=5993720274935445393&authkey=Gv1sRgCLqGmIiHqruajAE&invite=COvA574K&feat=email

Guten Morgen aus Tanger…

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Viel Wind in Tarifa…

P1040715Drei Wochen haben Felix und ich in Molino de Guadalmesi mehr oder weniger ausgeharrt. Nachdem Felix endlich gesund war, bin dann ich krank geworden und musste sogar einen Tag im Bett verbringen. Ein ähnlich lästiger Husten wie bei Felix quälte mich mehr als eine Woche, ich fror fürchterlich und fühlte mich gar nicht wohl. Während dieser Phase fragte ich mich mehrmals, wie ich die sechs Wochen an diesem Ort überstehen würde. Ich versuchte mich selbst davon zu überzeugen, dass alles gar nicht so schlimm sein und dass es auf jeden Fall besser werden würde, wenn ich wieder gesund wäre, doch es nützte nichts. Das Gefühl der Enge hörte nicht auf und das Bedürfnis von diesem Ort zu flüchten blieb konstant drängend. In der Zwischenzeit hatte Klaus einen Flug gebucht, in der Absicht uns zu besuchen. Alicia meinte, wir könnten in der Cuadra schlafen, einem alten Steingebäude, das kürzlich renoviert wurde. Anfangs glaubte ich, dass es nett werden könnte, doch dann stellte ich fest, dass die Wände in diesem Gebäude noch sehr feucht waren und Klaus darin nicht würde schlafen können – und ich eigentlich gar nicht an dem Ort sein wollte… Schließlich entschloss ich mich, zusammen mit Klaus ein Appartement in Tarifa zu mieten und Molino de Guadalmesi zu verlassen. Das war eine gute Entscheidung, die Alicia ohne weiteres akzeptierte. Ich sagte ihr zu, noch bis zu dem Event Anfang März (Es handelte sich um ein Treffen von einer Ökodorf-Organisation) zu bleiben und sie bei den Vorbereitungen und dem Event zu unterstützen.

P1040721Nun habe ich eine intensive Arbeitswoche hinter mir: Wir haben das Areal rund um die alte Mühle gesäubert, aufgeräumt, die Cuadra für die Gäste, die darin schlafen sollten, hergerichtet und sind täglich nach den vielen Arbeiten müde ins Bett gefallen. Am Freitag haben Luise und ich für die rund 45 Personen ein leckeres Curry gekocht und am Samstag Unmengen an Kuchen gebacken. Eine interessante Erfahrung alles zusammen…

Am Freitag ist Klaus angekommen und nach erledigter Arbeit sind Felix und ich samt unserem Reisegepäck nach Tarifa in ein Tarifa März 2014 (145)Appartement mit Blick auf den wunderschönen langen Sandstrand von Tarifa umgezogen. War das ein herrliches Gefühl der Freiheit und Weite!! Auf dem Balkon zu stehen und über das Blau des Meeres mit seinen unzähligen Schaumkrönchen zu blicken erfühlte mich mit Dankbarkeit und Glück. Am Sonntagmorgen packte mich die Lust, barfuß über den Sand zu joggen, den Wind auf meiner Haut zu spüren und mich wieder einmal so richtig frei zu fühlen. Nach der Enge der letzten drei Wochen stört mich das ständige Blasen des Windes Levante überhaupt nicht – ganz im Gegenteil: Er reinigt mich, beseitigt all den Druck und die Angespanntheit der letzten Tage und Wochen!

Ich erlebte es so richtig erholsam, in der Gegend herum zu fahren und schöne Orte zu besuchen: In Betis bei Bolonia kletterten wir auf den in der Landschaft verstreuten riesigen Felsbrocken und blickten hinunter auf den langen Sandstrand bei Bolonia; wir spazierten dann diesen Strand entlang und erklommen eine riesige Sanddüne an seinem Ende. Am nächsten Tag ließen wir uns von dem britischen Flair auf Gibraltar in den Bann ziehen und erfreuten uns an den lustigen Äffchen, die in den Straßen anzutreffen Tarifa März 2014 (372)sind. Für morgen ist ein Ausflug zusammen mit Luise, die weiterhin in Molino de Guadalmesi wohnt, in die wunderschöne Stadt Cadiz geplant. Außerdem lockt uns Tanger in Marokko… Ein kleiner Abstecher nach Afrika muss wohl sein – schließlich sind wir nur einen Katzensprung davon entfernt…

Bilder im Picasa-Webalbum: https://picasaweb.google.com/lh/sredir?uname=107226096421918417097&target=ALBUM&id=5989614288957990129&authkey=Gv1sRgCPjF-MKNtMHt-AE&feat=email

Molino di Guadalmesi

Eine Woche ist verstrichen, seit uns Alicia letzten Sonntag von der Bushaltestelle in Tarifa abgeholt hat. Nun haben wir uns schon ein bisschen eingelebt, die hier wohnenden Menschen ein wenig kennengelernt, die Gegend rundherum erkundet und Felix ist wieder fast gesund – zum Glück! Die ersten drei Tage quälten ihn der Husten und Schnupfen, er war matt und schlechter Laune. Mittlerweile ist er wieder sehr aktiv, hackt Holz und besucht die Tiere, ist bereits zwei Mal bei seinen Flussexpeditionen ins Wasser abgerutscht und scherzt und plaudert mit den Leuten auf Englisch.

Molino bedeutet auf Spanisch Mühle. Das weitläufige Gelände am Fluss hier gehörte einmal zu einer Mühle, zu der das Getreide zum Malen auf Eseln gebracht wurde. Nun ist es Im Besitz von Alicia und Yonie, die in mühevoller Arbeit die alten Gebäude restauriert haben (bzw. noch dabei sind) und vor acht Jahren den Versuch gestartet haben, an diesem abgelegenen Ort eine Ökogemeinschaft aufzubauen. Momentan leben hier außer den Beiden: drei freiwillige Helfer, wir, 16 Hühner und ein Hahn, 32 Ziegen mit einigen Jungen, sechs Hunde und acht Katzen. Das System befindet sich in einer Phase der Umstrukturierung und es gibt jede Menge zu tun. Derzeit ist alles in Vorbereitung für ein Ökodorf-Treffen Anfang März, zu dem fast dreißig Menschen erwartet werden.

Felix und ich wohnen in einem alten Wohnwagen, in dem es leider ziemlich kalt ist und wir uns gut anziehen und zudecken müssen, um in der Nacht nicht zu frieren. Tagsüber ist die Temperatur bei Sonnenschein angenehm, aber bei Bewölkung oder Wind kann es ganz schön kühl sein und wir müssen unsere Wolljacken anziehen.

Molino di Guadalmesi ist der erste Ort, an dem ich nicht sofort das Gefühl hatte, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir auf der Busfahrt von Algiciras nach Tarifa ausgemalt habe, dass wir irgendwo auf den grünen Hügeln mit Blick auf das Meer und hinüber zu der afrikanischen Küste wohnen würden. Das hätte ich mir gewünscht, doch es kam anders. Wir fuhren vom Zentrum Tarifas ein gutes Stück die Küste entlang, vorbei an wunderschönen Plätzen und an Häusern, die sich direkt am Meer befinden und bogen schließlich ins Landesinnere hinein, dem Flusslauf folgend. Der Fluss ist eigentlich ein Flüsschen, das sich sprudelnd und gurgelnd seinen Weg zum Meer bahnt. Dort, wo einst die Mühle angetrieben von der Kraft dieses Flüsschens das Getreide zu Mehl mahlte, hat man keinen Blick zu Meer. Die ehemalige Mühle und die anderen Wohngebäude befinden sich in einem Tal, gesäumt von Hängen, die auf der einen Seite etwas flacher und auf der anderen Seite ziemlich steil sind. Auch wenn es landschaftlich wunderschön hier ist, habe ich das Gefühl irgendwie in der Enge zu sein, was auch stimmt, denn es ist tatsächlich eine Talenge! Am Flussufer fühlt sich alles ein bisschen erdrückend an, aber wenn ich ein Stück hinauf gehe, und das Gelände etwas offener wird, lässt dieses Gefühl nach.

Vielleicht vermisse ich aber das gemütliche Leben auf El Cabrito…

Adios La Gomera…

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Schön war es, doch es ist Zeit weiter zu ziehen!
Der Süden Spaniens erwartet uns drei!

Ein Tag in El Cabrito…

2014-01-25 08.04.17 Ich begrüße den Tag meistens gegen acht Uhr mit einigen Yogaübungen und einer kurzen Meditation. Um diese Zeit tauchen die ersten Sonnenstrahlen am Horizont auf und die Sonne erhebt sich aus leuchtend orange aus den Fluten des Meeres, wie neugeboren. Manchmal schiebt sich eine Wolkenschicht davor und stiehlt der Sonne die Show, was nicht minder sehenswert ist. Nordöstlich von mir streckt sich der Gipfel des Teide über den Wolken in den Himmel. Vor dieser malerischen Kulisse, in deren Mitte ich mich befinde, kann der Tag beginnen…

Nach dem köstlichen Frühstück – Papaya, Nüsse, Avocados und Ziegenkäse – packe ich die Jause für das Picknick mit den Kindern. Oft sitzen schon Eltern und Kinder vor dem Kinderhaus und erwarten mich. Derzeit sind ein Haufen Kinder in El Cabrito und viele von ihnen kommen in die Kinderbetreuung, weswegen ich Unterstützung bekommen habe: Andreas, ein Praktikant, der sonst für Abwaschen zuständig ist, begleitet die Kinder 2014-02-04 12.47.57und mich mit viel Begeisterung. Heute haben wir morgens aus Papier Flieger und Möwen gebastelt und sind danach zu unserem Geheimversteck im Avocadowald aufgebrochen. Nach einem leckeren Picknick bauten wir dann aus den Palmwedeln einen Unterschlupf. Die Zeit bekam Flügel und wir bemerkten erst kurz vor  13 Uhr, dass wohl schon bald die Eltern vor dem Kinderhaus stehen würden, um ihre Lieblinge abzuholen. Andreas schulterte einen kleinen Zwerg, ich einen zweiten, und wir marschierten zurück in den normalen Alltag von El Cabrito, was den Kindern ganz und gar nicht gefiel, weil sie lieber noch in ihrem neuen Unterschlupf gespielt hätten…

Mittlerweile beobachtete uns die Sonne von hoch oben und wir kamen alle ganz schön ins Schwitzen, während wir uns beeilten rechtzeitig zurückzukommen. Statt zum Mittagessen zu gehen, zog ich den Bikini an und kühlte meinen überhitzten Körper in den Wogen des Meeres, das sich in den letzten Tagen endlich wieder beruhigt hatte. Als ich dann in der Sonne lag, streifte mich so ein friedliches Gefühl, dem ich mich noch einige weitere Minuten hingab, bevor ich meinen Körper mit einigen Vitaminen in Form von Ruccola und gebratenem Ziegenkäse versorgte.

Sobald die Sonne hinter dem Hausberg verschwindet, wird es am Strand kühl und ich ziehe mich entweder in die Bibliothek zurück, um mich in das erdumspannende Wissensnetz einzuklinken oder eine Wanderung auf einen der Berge, die die Bucht von El Cabrito umhüllen, zu machen und die letzten Sonnenstrahlen einzuholen.

Abends um sieben ist Zeit für das Abendessen. Danach besteht meine Aufgabe darin, entweder den Kindern vorzulesen, einen Videofilm einzulegen oder einmal die Woche mit ihnen in der Kinderbar zu „wilder“ Kindermusik zu tanzen oder kleine Spielchen zu machen. Schließlich lege ich – wenn gewünscht – für die Erwachsenen noch einen Videofilm ein und begebe mich dann zusammen mit Felix in unser Zimmer. In der Zwischenzeit trägt der Himmel dunkelblau,  und jede Menge kleiner Lichter tanzen ihren Reigen in der Unendlichkeit.

Die botanische Führung

P1040562Hier auf der Finca El Cabrito kann man einiges lernen. Felix und ich haben eine botanische Führung mitgemacht und dabei viele der Nutz- und Zierpflanzen kennengelernt. Einige davon kannte ich natürlich schon: Auf der Finca wachsen verschiedene Sorten an Mangobäumen; auch mehrere Sorten an Avocadobäumen wurden gepflanzt, Jänner 2014 La Gomera (1)damit die Versorgung von Gästen mit Avocados das ganze Jahr über gewährleistet ist. Dann habe ich schon vor längeren einen Baum entdeckt, der birnenähnliche gelbe Früchte trägt, die intensiv duften. Da einige reif waren und am Boden lagen, habe ich sie einfach mal gekostet. Sie schmecken süß und haben in ihrem Inneren eine gallertartige Masse mit vielen kleinen Kernen, die man, wie wir bei der Führung erfuhren, auch essen kann. Aber mir schmecken sie nicht, weil sie hart und geschmacklos sind. Also habe ich zum ersten Mal in meinem Leben hier eine Guave gegessen. Lecker! (mehr…)

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